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Geschichte Kanadas
Erstmalig wurde Kanada von den Inuit und verschiedenen Indianerstämmen besiedelt. Diese Besiedelung liegt rund 12.000 Jahre zurück. In Kanada heißen diese beiden Volksgruppen daher auch "First Nations". Die ersten europäischen Siedler waren nachweislich die Wikinger, die sich jedoch auf eine Besiedlung Neufundlands beschränkten. Der bekannteste unter ihnen ist sicherlich der isländische Wikinger Leif Eriksson, der durch seine Besiedlung der Baffin-Inseln und Labrador dadurch zum eigentlichen Entdecker Amerikas wurde. Es scheint sehr wahrscheinlich zu sein, dass das von den Wikingern beschriebene Vinland (übersetzt: Weidenland) das heutige Neufundland war. Die Geschichte Kanadas ist stark von den Franzosen und Engländern geprägt. Im 15. Jh. wurde Kanada von England in Besitz genommen. Rund 50 Jahre später unternahmen die Franzosen erste Expeditionen im Bereich des St.-Lorenz-Golfs und nahmen diesen Teil Kanadas in ihren Besitz. Dies ist der Grund dafür, dass es in Kanada offiziell die beiden Amtssprachen Englisch und Französisch gab, denn der französische Teil Kanadas wurde erst im 18. Jh. als Ergebnis von Friedensverhandlung aufgrund vieler Kriege zwischen Franzosen und Engländern, an England abgetreten. Anfangs waren die Provinzen Kanadas als "13 Provinzen" den Vereinigten Staaten zugeschrieben worden. Durch die Unabhängigkeit der USA wurde auch dem Gebiet des heutigen Kanada die relative Unabhängigkeit zugesprochen. Während des Sezessionskriegs entstand die Bestrebung, sich gegen eventuelle Ausbreitungspläne der Amerikaner abzuschirmen und es entstand eine Konföderation, aus der später der Staat Kanada entstand. Die Abhängigkeit von Großbritannien jedoch sollte noch gut 150 Jahre weiterbestehen. Im 19. Jh. war Kanada erstmalig Ziel von Auswanderern und Glücksrittern aus der ganzen Welt. Sie nahmen unglaubliche Strapazen auf sich, um zum Yukon und zum Klondike River zu gelangen. Grund für diese Auswanderungswelle war ein sagenhafter Goldfund, der (zumindest am Anfang) die Goldsucher zu Reichtum und Macht verhalf. Noch heute gehört die Zeit des Goldrauschs zu den interessanten Epochen der Geschichte Kanadas und der Mythos des Klondike wird am Yukon noch heute lebendig gehalten. Erst 1919 gelang es Kanada, sich auch von Großbritannien zu lösen und dem Völkerbund ohne Erlaubnis von England beizutreten. Offiziell ist Kanada jedoch erst seit 1982 ein eigenständiger Staat und gehört bis heute dem Commonwealth an, so dass zurzeit Elisabeth II. das Staatsoberhaupt Kanadas bildet. |
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